-
Frohes Neues Jahr, liebe Angelika!
Wieder einmal war es mir trotz bester Absichten nicht möglich, besser und stringenter Kontakt zu halten. Aber nun bin ich wieder da und würde gerne etwas zur Bildbesprechung einbringen. Aus meiner Sicht war es nötig, dies mit ziemlich viel Hintergrundinformation zu tun. Aber vermutlich kannst Du besser als ich beurteilen, ob das tatsächlich nötig ist. Ich füge hier mal den Text ein, den ich entworfen habe. Wenn Du grünes Licht dazu gibst, schicke ich ihn an Alle. Die Fotos lade ich auch erstmal nur für Dich hoch.
Ihr Lieben,
ich bitte Euch, mir zu diesem Bild hier Feedback zu geben und mir damit auf die Sprünge zu helfen. Es ist mir noch nicht möglich, verschiedene Optionen, wie ich weiter mit dem Bild verfahren könnte, auszuloten und dabei stets vier bis sechs weitere „Schachzüge“ visionär mit einzubeziehen. Ich hoffe, dass Eure Wahrnehmungsfähigkeit sich in einer Weise mit der meinen verschränkt, dass ich ein besseres Gespür für die nächsten Schritte und ihre Reihenfolge bekomme.
Da ich mit dem Bild eine sehr anspruchsvolle Intention verfolge und diese treffen möchte, ist es erforderlich, vorab Einiges dazu zu erzählen.
Das Bild soll meine verdichtete sensorisch/energetische Wahrnehmung des Blind Guardian Songs „Blood of the Elves“ zum Ausdruck bringen. Also es soll den Text nicht einfach illustrieren, sondern die Power und Zielrichtung des Songs nicht gegenständlich in Formen, Farbe und Dynamik umsetzen. Dabei spielt natürlich auch der Text eine Rolle, aber eben auch wieder eher unter dem Aspekt von Formen, Farben und Dynamik.
Wenn Ihr den Song kennen würdet, wäre es natürlich einfacher für Euch, ein Gespür dafür zu entwickeln. Das wird sich in der Kürze der Zeit aber wohl nicht umsetzen lassen.
Also beschreibe ich ihn nach bestem Vermögen.
Er ist vom ersten Ton an ungeheuer brachial. Fordernd, drängend. Es geht um Leben oder Tod. Die einzelnen Takte in ihrem Zusammenbau zum Gesamtsong sowie der Text selbst haben stark spiralige Elemente, die sich immer wieder miteinander verwirbeln. Intensität und Dramatik erlauben nicht den kleinsten Moment des Verweilens. Alles spitzt sich unaufhaltsam zu, bei gleichzeitiger völliger Ungewissheit, ob das Ziel /die Rettung erreicht werden kann oder ob es nicht längst zu spät ist.
Ein paar Textzitate, die mich besonders stark zu dem bisherigen Stand des Bildes inspiriert haben:
„Magic‘s reaching out ot draw her in
To the eye of the storm
Get her out of the way
She ist your destiny
Horror come to meet me
I’m here to erase thee
„share your sorrows, clear your mind
despite the writing on the wall
hope grows from now on
for our brotherhood stands strong
the world it bleeds, ignore its cries
but soon there is a path to choose
die letzten vier Zeilen, Drama auf dem Höhepunkt:
the hill will claim you keep on running
your name’s engraved, you know it’s true
yes, Death has cold blue eyes
die, die, time to die!
ÜBERSETZUNG:
Magie langt heraus, um sie hereinzuziehen
Ins Auge des Sturms.
Schaff sie aus dem Weg,
sie ist Deine Bestimmung
Horror komm und triff mich
Ich bin hier, um dich auszulöschen
Teilt Eure Sorgen, klärt Euer Bewußtsein
Trotz der Zeichen an der Wand
Hoffnung wächst von nun an,
dafür steht unsere Bruderschaft fest zusammen
die Welt blutet, ignoriere ihre Schreie
denn bald gilt es, einen Pfad zu wählen
der Hügel wird einfordern, dass Du nicht aufhörst zu rennen
Dein Name ist eingraviert, Du weißt, dass es so ist.
Ja, Tod hat kalte blaue Augen
Stirb, stirb, es ist Zeit zu sterben!
Dieser Abschluss erinnert mich an den Schlachtruf der Lakota-Indianer Hanta yo! (Heute ist ein guter Tag zu sterben) womit diese gefürchteten Krieger sich in die Schlacht stürzten, ohne sich von der Angst um ihr Leben ausbremsen zu lassen.
All dies möchte ich in meinem Bild eindringlich und für sensible Sinne spürbar manifestieren.
Und schlussendlich soll es die Zuversicht, dem Tod trotzen und entgegen aller Wahrscheinlichkeit siegen zu können, als stärkste Botschaft enthalten.
Meine Vorstellung dafür ist, den Kampf zwischen Rot und Grün, Schwarz und Weiß in spiraligen Wirbeln sowie Brüchen innerhalb der geometrischen Schlüssigkeit unerträglich zuzuspitzen, aber zum Schluss soll sich das Drama hinter einem silbrigen Nebel abspielen, der unterschiedlich viel von dem Gefecht hervorscheinen lässt. Und aus dem gefallenen Krieger (symbolisch das Neonspiralherz) strebt phönixhaft die nächste Welle von Kampfbereitschaft und -mut hervor. Dies nun wieder deutlich hervortretend, das Gefängnis des Bildformats sprengend, dargestellt.
Also meine Fragen an Euch:
– seht Ihr darin, wie ich es bis jetzt umgesetzt habe, eklatante Abweichungen von meiner Absicht?
– habt Ihr Ideen, um das Drama noch stärker auszuformen?
– gibt es Teile, die ich eher in den Hintergrund rücken und Teile, die ich mehr nach vorne holen sollte?
– Welchen Sinn hätte es, plastische Strukturen einzubeziehen?
Katja Meier-Chromik, Annette Kurz und angelika-von-aquarylic2 Kommentare-
sehr gut 😉 Ich freue mich auf dein Werk und auch das Feedback der Masterminds. Vielleicht möchte sich ja jemand den Song vorab schon mal anhören. – bis morgen Abend 19.00 Uhr. Freue mich
1 -
Ja, das würde mich auch sehr freuen, wenn jemand sich den Song vorher anhören möchte. 🥰✨️🌟⭐️
-